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Kyrkö Mosse - die Autos aus dem Sumpf
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| In einem sumpfigen Wald Südschwedens liegt ein demokratisch legitimiertes Kulturgut des Zerfalls. Was man hier geschaffen hat, ist wohl einzig in seiner Skurilität. In der Schweiz wird sich so manch einer fragen, warum dies nicht auch mit Messerlis Autofriedhof in Kaufdorf möglich war. Aber der Reihe nach ... Nachdem ich an einem der Vortage erst gegen Nachmittag vor Ort
war und wegen des Besucherandrangs schnell das Weite suchte, hatte
ich nun in den Morgenstunden den Platz einige Stunden lang für
mich alleine. Und wie verwandelt dieser Ort nun war! Dieser Autofriedhof reiht sich ein in eine Linie mit Chatillon
und Kaufdorf. Er ist deutlich kleiner als der Platz in Belgien und
enthält auch nicht so viele Autos wie Messerlis
Schrottplatz. Die Wracks sind auch in einem deutlich schlechteren
Zustand - fast überall fehlen die Motorhauben, Räder und
Sitze. Intakte Scheiben haben ich keine mehr gesehen. Zerdrückte
Dächer künden eher davon, dass hier auf den Autos herumgetrampelt
wurde. Weshalb bekommen viele Menschen es einfach nicht hin, die
Grenze zwischen Zerfall und Zerstörung zu begreifen? Was hier
in diesem
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und reparierte nebenbei auch noch in seiner kleinen Werkstatt. Was nicht reparabel war, landete einfach rechts und links der Wege vor und hinter seinem Schuppen. Über Jahrzehnte hinweg entstand so eine von alten Volvos, Birken und Moos geprägte Melange aus Natur und Technik. Bis weit in die 80'er Jahre ging das so weiter. 1992 ging Åke in ein Altersheim, vor einigen Jahren ist er gestorben. Damit endete das erste Kapitel der Geschichte. Woanders wäre
nun auch gleich die ganze Geschichte zu Ende gewesen, nicht so aber
hier. Nachdem sein Vater das Grundstück von Åke erworben hatte, begann ein jugendlicher Gymnasiast aus der Nachbarschaft
über Jahre hinweg auf dem Platz aufzuräumen. Die lokalen Behörden
verlangten aber den (unmöglichen) Abtransport der Wracks, die
Sanierung des Bodens und wollten Åke eine kräftige Strafe
aufbrummen. Das war der Moment, an dem sich zuerst lokale einflußreiche
Personen zu Worte meldeten und den kulturellen Wert des Platzes
anmahnten. TV und Presse wurden aufmerksam und verfolgten die jahrelange
Auseinandersetzung zwischen Behörden und Befürwortern
des Erhalts, der schließlich sogar die schwedische Regierung
beschäftigte. Das Ergebnis ist nun, dass die Kommune den Platz
bis zum Jahr 2050 so erhalten darf, einen Schutz als offizielles
Denkmal gab es jedoch nicht. Nach dieser Zeit wird sehr wahrscheinlich
nichts mehr auf dem feuchten sumpfigen Boden dem Rost standgehalten
haben und die alten Autos werden auf natürliche Weise im Boden
verschwunden sein.
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Kyrkö Mosse - the cars from the swamp
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A swampy forest of southern Sweden hides an example of democratically legitimated cultural decay.
That, what has been created here, is probably unique in its oddness. In Switzerland the people may ask themself why this isn't possible with Messerlis junkyard at Kaufdorf. But one by one ...
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Thus ended the first chapter of the story. Anywhere else the whole story would have been over now, but not here. After his father bought the land from Ake, a young high school student from the neighborhood began to clean up the court over the years. The local authorities demanded the (impossible) removal of the wrecks, the decontamination of the land and wanted Ake to pay a strong punishment.
That was the moment when local influential persons piped up for the first time and reminded the cultural value of the place. TV and the press took notice and over years they followed the conflict between authorities and supporters, which employed even the Swedish government at last.
The result is now that the community can hold the place until 2050, but not under the protection as an official monument. Probably after that date nothing will have resisted the rust on this swampy ground and the old cars will disappear in the soil.
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